Der Steinberg ist ein 396 Meter hoher Berg im Ortsteil Schwelentrup der Gemeinde Dörentrup. Der Berg gehört zu den höchsten Erhebungen in Nordlippe und bietet einen freien Rundumblick. Das führte dazu, dass die NATO hier von 1964 bis 1992 eine Radar- und Raketenstation betrieben hat. Eingesetzt waren niederländische Soldaten. Die höhergelegenen Teile des Berges waren seit 1963 für die Bevölkerung unzugänglich. Die stationierten Truppenteile benötigten zwar einige Gebäude und bauten Raketenrampen, größere Teile des abgesperrten Areals waren aber ungenutzt. Hier entstand daher ein Naturraum, den u. a. mehrere Eulenarten, Amphibien und Schlingnattern besetzten. Nachdem die Raketenstellung aufgelöst worden war, eroberten seltene Pionierpflanzen auch die bis dato bebauten Teile zurück. Seit 2007 ist der Gipfel des Steinbergs Teil des Naturschutzgebietes Alt-Sternberg und Steinberg. Die Reste der Gebäudefundamente, die sich noch im Boden befinden machen ihn quasi zu einem neuen Bodendenkmal, das vielleicht von späteren Generationen einmal wieder untersucht werden wird.
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Quelle: Bernd MühlenmeierBau- und Bodendenkmäler – wer schützt was?
Wenn wir von Denkmalschutz sprechen, denken wir in der Regel an alte Gebäude. Das „Denkmalschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen“ kennt aber verschiedene Denkmäler. Da sind zuerst Baudenkmäler, die aus Gebäuden oder Gebäudeteilen bestehen. Auch Ruinen sind demnach Baudenkmäler. Gartendenkmäler können Grün-, Garten- oder Parkanlagen sein, dazu gehören auch manche Friedhöfe. Bodendenkmäler befinden sich im Boden oder in Gewässern. Für die verschiedenen Bereiche gibt es eigene Ämter, die darüber entscheiden, was als Denkmal gelten soll und wie es geschützt und gepflegt werden muss. Die Bodendenkmalpflege wird von ausgebildeten Archäologen geleitet, die beurteilen können, welche Flächen geschützt werden müssen und die bei eingreifenden Veränderungen Untersuchungen durchführen können. Der Kreis Lippe besitzt eine eigene Bodendenkmalpflege, die am Lippischen Landesmuseum angesiedelt ist. Das ist in Westfalen einzigartig und ist auf die lange Selbstständigkeit des Landes Lippe (bis 1947) zurückzuführen.